Alle im Programm genannten Leitlinien und Projekte können voneinander losgelöst und einzeln betrachtet kaum realisiert werden. Erst durch eine Verzahnung und ein erfolgreiches Zusammenspiel der einzelnen Punkte der Themenblöcke ist eine erfolgreiche Realisierung von “Projekt_27:Richtungswechsel” möglich.

Die wirtschaftlichen Einnahmen in grundlegenden Bereichen – zum Beispiel die Strom- und Energiekosten, die Einnahmen aus dem Verkauf von Energieträgern und Kraftstoffen oder die Umsätze und somit die Umsatzsteuern großer Handels- und Lebensmittelketten – sollten nicht einfach aus der Stadt abfließen, sondern so lang wie möglich in der Kommune für die Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stehen und für sie arbeiten. Durch den Ausbau und die Nutzung von generativen und regenerativen Energien, produziert in stadteigenen Unternehmen, kann nachweisbar saubere und kostengünstige Energie erzeugt werden. Die Einnahmen bleiben in der Stadt und stehen den Bürgerinnen und Bürgern, sowie deren Bedürfnissen in der Gemeinschaft, anteilmäßig zur Verfügung.

Die Vermittlung der kommunalen Wertschöpfungskette und der damit verbundenen Stärkung der Finanzkraft der Stadt sollte im Vordergrund der Politik stehen. Einhergehend mit der Umsetzung der Bürgerkommune, der Transparenz in Politik und Verwaltung sowie der verstärkten Mitbestimmung der Bürgerinnen und Bürger, soll ein neues gemeinschaftliches Bewusstsein angeregt und wenn möglich erzeugt werden. Dies erzeugt selbstverantwortliches Handeln in der Gemeinschaft, was eine erhöhte Lebensqualität sowie eine bessere wirtschaftliche und soziale Teilhabe mit sich bringt.

Ich mache mich stark für …

  • … die Rekommunalisierung der Stadtwerke, finanziert entweder durch Bürgerfonds oder durch Gründung eines neuen Eigenbetriebes mit Marktkapitalisierung. Die Einnahmen durch den Verkauf von Energie können durch ein 100-prozentig kommunales Stadtwerk mit Hilfe eines Genossenschafts- und Einheitseinspeisungspreises in der Stadt gehalten und abgegriffen, reinvestiert sowie umgelegt werden.
  • … den Aufbau von 100-prozentiger Nutzung von generativer, regenerativer und nachhaltiger Energiegewinnung. Als Energieträger zähle ich hierzu Holz aus kommunalem Wald (Biogas), Windenergie aus kommunalen oder privaten Windkraftanlagen und Solarstrom aus Solaranlagen, sowie dem “1000 Dächer”-Programm. Wasserstoff oder Methan sowie Akkumulatoren dienen als Speicher für die gewonnene, nicht einspeisbare und überschüssige Energie aus Windkraftanlagen.
  • … die Senkung der Energiepreise der hiesigen Stadtwerke. Einhergehend mit der alleinigen Erzeugung von generativer, regenerativer und nachhaltiger Energie können die Preise gesenkt und dennoch die Gewinne erhöht werden.
  • … den Aufbau von stadteigenen Gas- und Wasserstofftankstellen sowie von Stromzapfsäulen für den ÖPNV. Später können hiervon auch private Fahrzeuge profitieren. Je nach Energieproduktion kann der ÖPNV und eventuell auch der private Kraftstoffbedarf durch die Stadtwerke bei langsamen, aber kontinuierlichen Ausbau bereitgestellt werden. Hiermit sind eine längere Bindung dieses Kapitals in der Kommune und die Schaffung weiterer Arbeitsplätze möglich.
  • … die Förderung der Elektromobilität. Auf Grund der geringeren Nutzung von strombetriebenen Bussen und Fahrzeugen in der Nacht, wird hiermit die Nutzung eines zusätzlichen Energiespeichers möglich. Außerdem möchte ich öffentlich zugängliche Stromtankstellen, wie auch den Aufbau von Leihparkplätzen mit Stromanschluss voranbringen. Diese Konzepte begünstigen die Ansiedlung der alternativen und zukunftsfähigen Automobil-Branche in den Bereichen Elektro, Wasserstoff und Biogas, sowie in weiteren zu erschließenden Bereichen.
  • … stabile Nutzungsentgelte für die stadteigene Infrastruktur und deren Netze, wie Wasser, Abwasser, Energie und Internet. Diese sind wichtig, um die Infrastruktur jeder Bürgerin und jedem Bürger zur Verfügung stellen zu können.
  • … die Schaffung von kommunalen Arbeitsplätzen, die nach kommunalem Tarif entlohnt werden. Damit ist ein verstärkter Ausbau der kommunalen Wertschöpfungskette möglich, welcher zudem die Einnahmen der Stadt steigert.
  • … den Ausbau von 100-prozentig kommunalen Eigenbetrieben. Hierzu zählen Recycling und Müllentsorgung, wie auch die Wasser- und Abwasserwirtschaft. Außerdem möchte ich weitere Bereiche erschließen, die für eine dezentrale Infrastruktur und Netze notwendig sind.
  • … für eine Innenstadt mit möglichst wenig Verkehrsbelastung, einer Förderung und dem Ausbau von Radwegen und Fahrradstraßen. Hiermit wird der allgemeine Bedarf des motorisierten Individualverkehrs deutlich gesenkt und das Stadtklima verbessert. Parallel dazu muss der ÖPNV massiv ausgebaut und an die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger angepasst werden.