BER-Desaster geht in die nächste Runde

BER - OTFW (CC BY-SA 3.0)
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Mit der Entlassung wegen Korruptionsvorwürfen des erst im April fest angestellten Technikchefs Großmann geht das BER-Desaster in die nächste Runde.

Seitdem Hartmut Mehdorn das Sprint-Projekt verkündet hat, geht es besonders schnell bei den Entlassungen von Führungskräften sowie bei den zahlreichen Verkündungen, dass alles am Laufen wäre. Dinge, wie die Entrauchungsanlage, die Überhitzungsgefahr von Kabelsträngen, die Nordbahn, der Schallschutz sowie die Vergabe von Planungsaufgaben sind deshalb auch schnell in Vergessenheit geraten. Wenn es aber darum geht, vollständige Unterlagen an den parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu geben, greift das Sprint-Programm seltsamerweise nicht mehr.„, so Andreas Schramm, der für die PIRATEN zur kommenden Landtagswahl kandidiert.

Spätestens mit der Korruptionsaffäre um den von Mehdorn installierten Technikchef steht fest, dass der Aufsichtrat mit der von vornherein fragwürdigen Personalie Mehdorn erneut eine eklatante Fehlentscheidung begangen hat. Er hat sich damit als völlig überfordert erwiesen. Seine Mitglieder müssen den Weg für kompetentere Vertreter der Gesellschafter Brandenburg, Berlin und Bund frei machen.

Anlässlich der letzten BER-Aufsichtsratssitzung stellt Oliver Mücke, Listenkandidat der Piratenpartei Brandenburg, fest: „Der BER war bisher eine Ansammlung von Fehlplanungen, Fehlbesetzungen und Intransparenz. Dass jetzt auch noch Korruption hinzuzukommen scheint, vervollständigt das Bild einer völlig aus dem Ruder gelaufenen Baustelle. Dies hat der Aufsichtsrat mit zu verantworten. Durch das Einsetzen einer „Taskforce“ wird sicherlich zurückliegendes Fehlverhalten aufgedeckt, aber die Ursachen werden nicht beseitigt.
Ein externes Controlling, wie es jetzt vom Aufsichtsrat eingerichtet werden soll, kommt reichlich spät. Dies hätte im Hinblick auf die Verwendung von Steuermitteln von Anfang an existieren müssen. Auch hier haben die Mitglieder des Aufsichtsrats versagt.


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