Günstlingswirtschaft mit Lottomillionen

Lotto (cc-by-sa @Ideenwanderer)

Die Piratenpartei Brandenburg steht der Verteilung der jährlich anfallenden Lotto-Konzessionsabgaben kritisch gegenüber. Die Höhe der Gesamteinnahmen sind derzeit nicht öffentlich. Nachvollziehbar sind jedoch rund 16 Millionen Euro, die für die Sportförderung verplant sind.

Jürgen Voigt, Direktkandidat im Wahlkreis 15 der Piratenpartei Brandenburg, erklärt dazu:

Die Verteilung der Lottogewinne ist ausschließlich politisch motiviert. Das Aufteilungsprinzip zwischen den Ministerien und der Staatskanzlei ist nicht nachvollziehbar. Es fehlt an Transparenz. Die Bürger Brandenburgs haben ein Recht darauf zu erfahren, wer durch diese Gelder gefördert wird oder gar wirtschaftlich von diesen profitiert. Wir fordern, die Verteilung der Millionen aus der Lotto-Konzessionsabgabe umfassend zu reformieren. Dazu muss eine unabhängige Kommission geschaffen werden, die sich aus Politikern, Verbänden und Bürgerbewegungen zusammensetzt. Diese Kommission soll vertretbare Konzeptionen erarbeiten und anhand einer Bedarfsanalyse über die Verteilung der Mittel entscheiden. Das entspricht einem demokratischen Entscheidungsprozess.

Wir Piraten in Brandenburg fordern die Landesregierung auf, alle zugeteilten Finanzmittel und die Antragsteller aus der Lotto-Konzessionsabgabe im Sinne des Brandenburger Informationsfreiheitgesetzes öffentlich zugänglich zu machen. Grundsätzlich sind Daten, insbesondere über die Verteilung größerer Summen, so zu erfassen, dass eine zeitnahe und maschinenlesbare Veröffentlichung möglich ist. Bürger als Bittsteller auftreten zu lassen, um an Daten und Informationen zu kommen, ist eine überholte Vorstellung. Stattdessen ist es die Aufgabe des Staates, Daten und Informationen aktiv zu veröffentlichen.


Weitere Informationen

Jürgen Voigt

Kontakt

Jürgen Voigt wurde 1955 als zehntes Kind einer Arbeiterfamilie in Neukirchen (Sachsen) geboren. Nach Tod der Eltern früh auf sich allein gestellt, absolvierte er eine Ausbildung zum Baufacharbeiter, später „Facharbeiter für Bergbautechnologie“ in der SDAG Wismut. Wegen nicht zufriedenstellender Tätigkeit zog er 1979 nach Berlin, wo er kurzfristig seine Arbeit als Hilfsarbeiter in der Berliner Druckerei begann. Später absolvierte er auf der Abendschule und schloss sie mit der Qualifikation „Facharbeiter für Drucktechnik“ ab. Nach Abwicklung seines Betriebes 1992 und aufgrund körperlicher Einschränkungen war er gezwungen, sich beruflich neu zu orientieren. So begann er 1997 mit 42 Jahren ein Studium zum „Diplom Sozialarbeiter/Sozialpädagogen“ in Heidelberg. Seit 2011 ist Jürgen Voigt für die Piraten in Brandenburg aktiv. Er kandidierte 2013 als Listen- und Direktkandidat für den Bundestag.

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